Druckansicht der Internetadresse:

BcG Alumni e. V. - Netzwerk - Austausch - Perspektiven

Der Alumni-Verein für Bio- und Geowissenschaften

Seite drucken

Workshop “A Good Life for All”

Workshop “A Good Life for All”

29.07.2019

Ende Mai trafen sich je sieben Studierende des Masterstudiengangs Global Change Ecology aus Bayreuth und des Masterstudiengangs Nachhaltigkeitswissenschaften der Uni Lüneburg, um sich zu dem riesigen Thema “Ein Gutes Leben für Alle” auszutauschen.

Die Idee dieses gemeinsamen Workshops war es daher sich über unsere verschiedenen Herangehensweisen und Ideen auszutauschen sowie einen Ort zum Reflektieren der eigenen Handlungsmöglichkeiten für ein Gutes Leben für Alle zu schaffen.

Dazu sind wir in einem Drei-Schritt “Problembeschreibung - Utopie - Transformationsmöglichkeiten” vorgegangen. Im ersten Schritt haben wir daher das Konzept der “Imperialen Lebensweisen” nach Ulrich Brand eingeführt, welches eine umfassende Beschreibung der großen ökologischen und sozialen Probleme unserer Zeit hergibt und beschreibt, auf welchen Ebenen diese Probleme verankert sind. Im zweiten Schritt, der Visionen für ein Gutes Leben für Alle, haben wir dann versucht nicht nur auf der kognitiven Ebene zu arbeiten, sondern unsere Gefühlsebene, das Träumen und unsere Kreativität anzusprechen. So haben wir etwa eine Traumreise gemacht und Collagen zu unseren Utopien für ein Gutes Leben für Alle erstellt. Für die Transformationsstrategien haben wir Input von Simon vom ILA-Kollektiv (einer Gruppe von Wissenschaftler*innen, die das Konzept der Imperialen Lebensweisen und der daraus resultierenden Strategien für einen sozial-ökologischen Wandel einer breiten Öffentlichkeit zugänglich machen will https://aufkostenanderer.org/) bekommen. Nachdem wir uns mit verschiedenen Ebenen von Transformationsstrategien beschäftigt haben, haben wir das Element der Erzählungen vertieft. Dabei ging es darum herauszuarbeiten, dass die beiden in unseren Gesellschaftskreisen dominierenden Erzählungen “Wir haben kein Problem, uns geht es so gut wie noch nie zuvor” und “Wir fahren den Planeten an die Wand, aber wir schaffen es nicht etwas zu verändern” sind. Statt der durch diese beiden Erzählungen suggerierte Alternativlosigkeit brauche es eine Utopie für ein Gutes Leben für Alle, an der es sich lohnt zu arbeiten. Schließlich haben wir am Beispiel des Green New Deal uns damit auseinandergesetzt, was eine gute Erzählung ausmacht, was kritisch zu sehen ist und welche Chancen sie bietet. Zum Abschluss des Workshops haben wir uns dann noch mit Ideen für eigene Projekte beschäftigt.

Besonders positiv hervorzuheben war auch die gute Gruppendynamik. Wir haben während des Workshops eine sehr angenehme Ebene gefunden um etwa über unsere Zweifel und Ideen sich auszutauschen und sich gegenseitig zu bestärken. Außerdem war der Workshop komplett selbstorganisiert und wir haben etwa gemeinsam mit vor dem Wegwerfen geretteten Lebensmitteln für uns gekocht. Als Feedback haben viele der Teilnehmenden geäußert, dass sie mit jeder Menge neuer Inspirationen aus dem Wochenende gehen und sich bestärkt fühlen sich insbesondere durch kollektives Handeln mehr für ein Gutes Leben für Alle zu engagieren.

BcG-Alumni förderte das Vernetzungstreffen durch einen finanziellen Beitrag.

FacebookTwitterYoutube-KanalBlog
Diese Webseite verwendet Cookies. weitere Informationen